Wenn mit nur einer Buchung beim Reiseveranstalter fast der gesamte Urlaub „komplett” ist!
Einmal buchen und bezahlen und dann viel erleben. So könnten Pauschalreisen umschrieben werden. Ein „Modell”, bei dem sich Vor- und Nachteile die Waage halten. Eine Form des Urlaubs, die nach wie vor sehr beliebt ist. Praktisch zudem. Denn Pauschalreisen ersparen demjenigen, der sie bucht, manch` aufwendige Recherche. Zudem kann man, aufgrund der Tatsache, dass der Veranstalter alles in größerer Stückzahl bucht (und diese Vorteile zum Teil dann auch an seine Kunden weiter gibt) bei Pauschalreisen von einem sehr ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis ausgehen …
Das Online-Lexikon wikipedia.org (das für erste, grundlegende Informationen über Reiseziel, Land und Leute eine sehr solide Informationsquelle darstellt!) berichtet übrigens, dass Thomas Cook, britischer Tourismus-Pionier und Gründervater des gleichnamigen Reiseunternehmens, die erste Pauschalreise organisiert hat. Und das bereits 1841, als eine Bahnreise für englische Arbeiter nicht allein die „simple” Beförderung, sondern auch die Verpflegung während der Fahrt enthielt. Eine Definition, die bis heute gültig ist. Denn nach wie vor bestehen Pauschalreisen aus mindestens zwei „Komponenten”, wobei – beim heutigen Massentourismus -, in der Regel jedoch All-inclusive-Pakete geschnürt werden. Will meinen: Neben Beförderung sind auch Kost und Logis enthalten. Oft auch noch sämtliche Veranstaltungen und Touren vor Ort.
Die Vorteile liegen auf der Hand. Ohne vorher Bildbände, Sign-Ware und Prospekte zu durchstöbern, kann man als Urlauber davon ausgehen, an die schönsten Flecken und zu sämtlichen Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Region geführt zu werden. Das alles in einer größeren Gruppe, so dass niemand für sich allein bleibt und soziale Kontakte garantiert sind.
Was natürlich auch Risiken birgt. Denn dadurch sind Pauschalreisen wenig flexibel und lassen kaum Raum für eigene Erkundungen “jenseits” des festgezurrten Programms. Ganz einfach, weil fast alles minuten-genau geplant ist.
Auch sind immer dann, wenn die Gruppe nicht harmoniert, Spannungen programmiert. „Störenfrieden” aus dem Weg zu gehen, ist hier fast unmöglich. Ebenso wenig können Reiseziele und persönliche Highlights, die nicht im offiziellen Programm enthalten sind, besucht werden. Hier muss also jeder vor Reisebeginn sorgfältig in sich gehen. Passen die Spielregeln, die Pauschalreisen nun mal mit sich bringen, zum eigenen Charakter? Und kann vor Ort all` das verwirklicht und erlebt werden, weswegen man das Reiseziel ursprünglich auf seine Wunschliste gesetzt hat?
Befürchtungen vor einer Insolvenz des Veranstalters sind dagegen unbegründet, wenn und sobald man (s)einen Sicherungsschein in Händen hält. Denn der belegt, dass die zugesicherten Leistungen versichert sind und auf jeden Fall – auch bei einer Zahlungsunfähigkeit des Veranstalters -, auch erbracht werden!
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